Ab dem 5. Mai wird das Herzogliche Museum wieder geöffnet: Das Museum kann dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr besucht werden. Dies gilt auch für die anstehenden Feiertage. Es besteht ein Sondereintrittspreis von 3,00 Euro, erm. 2,00 Euro. Die schrittweise Öffnung der Museen im Schloss wird vorbereitet.

Um einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten zu können, müssen in den Museen derzeit entsprechende Vorkehrungen getroffen und das Aufsichtspersonal eingewiesen werden. Die Stiftung weist darauf hin, dass die allgemeingültigen Hygienevorschriften und Abstandsregeln strengstens einzuhalten sind. Entsprechend der Maskenpflicht in Thüringen muss beim Besuch der Museen ein geeigneter Mund- und Nasen-Schutz getragen werden.

 

Am Fuß Schloss Friedensteins wurde zwischen 1864 und 1879 das Herzogliche Museum im ebenso eleganten wie pompösen Stil des Historismus errichtet. Außen wie innen hat sich die hervorragende Architektur weitgehend bis ins Detail erhalten. In den vergangenen Jahren dank der Förderung durch die Bundesrepublik Deutschland, den Freistaat Thüringen und die Stadt Gotha saniert, konnte das Haus 2013 neu eröffnet werden. In ihm sind jetzt die einzigartigen Gothaer Kunstsammlungen ausgestellt.

Die Sammlungen gingen hervor aus der Sammelleidenschaft der Gothaer Herzöge und vereinen heute ägyptische Mumien, antike Vasen, Skulpturen und Goldschmuck, Korkmodelle antiker römischer Bauten aus dem 18. Jahrhundert und Kunstschätze aus China und Japan. Zu den Höhepunkten zählen sicher die niederländischen und deutschen Gemälde mit Werken von Peter Paul Rubens, Jan van Goyen, Lucas Cranach dem Älteren und Caspar David Friedrich. Einzigartig aber ist das weltberühmte „Gothaer Liebespaar“, ein ebenso mysteriöses wie künstlerisch herausragendes Gemälde der Vor-Dürer-Zeit. Ins rechte Licht gerückt sind auch Bildwerke von Conrad Meit und Adriaen de Vries, vor allem aber die Skulpturen Jean-Antoine Houdons: Die weltweit größte Sammlung an Werken dieses sensiblen französischen Bildhauers des Klassizismus außerhalb Frankreichs befindet sich in Gotha. Bemerkenswert sind auch die keramischen Sammlungen in Gotha, die italienische Majolika des 16. Jahrhunderts, Böttgersteinzeug und Meissener Porzellan des 18. Jahrhunderts umfassen. In den farbigen, in neuem Licht inszenierten Räumen präsentiert sich so eine historische, vielfältige und qualitätvolle Sammlung dem modernen Publikum und lädt Jung und Alt zum Entdecken ein.