Aktuelle Informationen:

Im letzten Jahr musste unsere Ausstellung leider verschoben werden. Wir sind aber optimistisch, dass die Türen zu unserer Saurierwelt bald geöffnet werden können. Bis dahin planen wir einige Aktionen in unseren sozialen Netzwerken. Zur "Eröffnung" haben wir einen kleinen Film gedreht.

Wer es vor Ungeduld nicht mehr aushält, dem sei eine umfangreiche Reportage des MDR zu unseren Sauriern und das aktuell im Verlag Schnell & Steiner erschienene Buch zur Ausstellung empfohlen. Erhältlich im gut sortieren Buchhandel, Online und bei uns im Shop.

Wir wollen aber trotzdem einige Abenteuer mit euch erleben und spannenden Fragen auf den Grund gehen. Auf unseren verschiedenen Kanälen findet Ihr ab sofort unseren #sauriersonntag und jeden Sonntag mit neuen Ideen. Bereit für eine Reise in die Urzeit? Packt eure Koffer und macht euch bereit!

 

 

 

 

176 Seiten
ISBN-13 : 978-3795435073
ISBN-10 : 3795435072 Schnell & Steiner; 1. Edition (19. Oktober 2020)
Deutsch
Preis: 20,00 Euro (inkl. MwSt.)
 

 

 

Die Ausstellung

Die meisten Menschen haben sofort ein Bild von gewaltigen Riesenechsen vor Augen, wenn sie den Begriff „Saurier“ hören. Doch woher kommt diese Assoziation und wieso sind Saurier in unserer Alltagskultur so gegenwärtig? Wie kann es sein, dass seit Jahrmillionen ausgestorbene Tiere, die nie ein Mensch lebend gesehen hat, in nahezu jedem Kinderzimmer zu finden sind?

Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha wird sich in der Jahreshauptausstellung 2020 diesen Fragen widmen. Begleiten Sie uns im Zeitraffer über die letzten 200 Jahre Saurierforschung, die die Vorlagen für die künstlerische Darstellung der Urzeit geliefert hat. Gerade die Darstellungen von Sauriern in Bildern und Modellen schaffen erst eine Brücke zwischen der Wissenschaft und der Öffentlichkeit und sind damit unsere eigentliche Quelle über diese Tiere. Da sich das Wissen über die Saurier im Laufe der Zeit aber immer weiterentwickelt hat, veränderten sich auch deren Darstellungen und erfanden unser Bild von der Urzeit somit ständig neu.

Neben Bildern und Modellen wird die Ausstellung auch zahlreiche echte Versteinerungen von Sauriern präsentieren, die zu einem großen Teil aus der hauseigenen geowissenschaftlichen Sammlung stammen. Darunter befinden sich insbesondere die weltberühmten „Ursaurier“ vom Bromacker bei Tambach-Dietharz, die im Rahmen der Ausstellung endlich wieder der Öffentlichkeit gezeigt werden können. Diese kleinen Saurier sind seit ihrer Entdeckung im späten 20. Jahrhundert nicht nur wissenschaftlich von internationaler Bedeutung, sondern avancierten zu einem neuen kulturellen Phänomen in der Region. Und dabei steht ihre Erforschung und daran anschließende Verbildlichung erst am Anfang. Die Geschichte hat bereits gezeigt, dass auch von solch kleinen Sauriern noch Großes zu erwarten ist.

Lassen auch Sie sich vom Saurier-Fieber anstecken – Es lohnt sich!

 

Der #sauriersonntag

Dinos und Saurier kommen ab nun immer sonntags zu euch. Wir wollen trotz geschlossener Ausstellung einige Abenteuer mit euch erleben und spannenden Fragen auf den Grund gehen. Bereit für eine Reise in die Urzeit? Packt eure Koffer und macht euch bereit!

Teil 1

Bei der ersten Aktivität unseres Sauriersonntags stellen wir euch das Leittier unserer Ausstellung vor. Mit viel Fingerspitzengefühl begeben wir uns in seine Fußspuren.

Wenn sich die Türen der Sonderausstellung im Herzoglichen Museum öffnen würden, dann würdet ihr als allererstes direkt vor dem Model eines großen Saurierskeletts stehen. Ein solches Skelett gehörte einmal einem Iguanodon, einem Dinosaurier der frühen Kreidezeit. Er lebte vor

125 Millionen Jahren. Die Forschungsgeschichte zum Iguanodon ist dagegen noch jung. "Nur" knapp 200 Jahre kennt man den Iguanodon schon als ausgestorbenes Urzeittier. Das englische Arztpaar Mary und Gideon Mantell fand 1822 versteinerte Zähne, die wie die eines grünen Leguans aussahen, nur viel, viel größer. Daher gab Mantell seiner Entdeckung den Namen Leguanzahn auf Latein Iguano-don.

Hier findet ihr einen Bastelbogen, mit dem eure Hand zum Iguanodon wird. Damit könnt ihr seine Fußspuren ablaufen oder andere Urzeitabenteuer erleben.

 

Teil 2

Ist euch auch schon mal aufgefallen, dass ein Iguanodon mit seinem erhobenen Daumen häufig aussieht, als wäre er unglaublich begeistert? Heute geht es um dessen Daumen und die ganze Hand, die ihr hier basteln könnt: Einen Daumendornen hoch für dieses Wunderwerk der Evolution.

Vom Iguanodon haben wir schon letzte Woche einiges erfahren und auch von seinen ersten Entdeckern – dem Ehepaar Mantell. Beide werden auch heute eine Rolle spielen. 

Unser Pflanzenfresser besaß an jedem Vorderhuf einen Daumendorn. Diese dienten wahrscheinlich der Verteidigung. Der Dorn war auch einer der ersten Überreste die vom Iguanodon gefunden worden sind. Bei Grabungen finden die Forscher und Forscherinnen leider nicht immer zusammenhängende Skelette. In den meisten Fällen finden sich nur Teile der Urzeitriesen. Zusätzlich werden die Skelette durch das Gewicht der Erdmassen, in denen die Tiere nach ihrem Tod eingebettet worden sind, oft verformt.

Als ein einzelner Dorn unseres kreidezeitlichen Erdbewohners gefunden wurde, blieb die Spekulation, wohin dieser hornartige Dorn nun gehörte. Mantell setzte ihn in seiner ersten Zeichnung des Iguanodon von 1833 auf die Nase des Dinos. Er stellte sich den Pflanzenfresser wie einen riesigen Urzeit-Leguan vor, da auch die gefundenen Zähne diesem Tier glichen. Der Name Iguanodon, das haben wir ja schon letzte Woche gelernt, bedeutet Leguanzahn. Auch als sich die Gestalt des Iguanodons veränderte, blieb der Daumen auf der Nase. Erst mit den Funden ganzer Skelette 1878 in einer Kohlegrube in Belgien erkannte man, dass das vermeintliche Nasenhorn ein Daumendorn sein müsste.

 

Schickt uns doch die Ergebnisse gern zu.

... und noch was:

Habt ihr selbst einen Saurier, denn ihr vorstellen wollt oder habt ihr Fragen zu eurem Lieblingssaurier? Schreibt uns einfach in die Kommentare oder schickt uns eine Nachricht. Wir sammeln die Fragen und stellen sie dann unseren Saurierforschern und -forscherinnen.

 

Das Rahmenprogramm

Zu unserer Ausstellung haben wir ein Rahmenprogramm mit Führungen, Vorträgen und Ferienangeboten entwicklelt. Wir hoffen, dass wir alle Angebote umsetzen können. Eine erste Übersicht haben wir hier zusammengestellt.

 

Die Sieger des Paläoart-Wettbewerbs

Räuberische Tambacarnifex aus Kanada, eine Schachtelhalmszenerie aus Italien, ein Diorama aus Brasilien und eine vorsichtige Annäherung aus Deutschland: die Sieger des Paläoart-Wettbewerbs stehen fest. Insgesamt haben 34 Künstlerinnen und Künstler aus 17 Ländern ihre Werke beim Paläoart-Wettbewerb „Der Bromacker lebt“ eingereicht, den die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha im Rahmen der Sonderausstellung „Saurier – Die Erfindung der Urzeit“ ausgeschrieben hatte. 

Die Werke der Preisträger werden in der Sonderausstellung „Saurier – Die Erfindung der Urzeit“ präsentiert, die bis zum 22. August 2021 im Herzoglichen Museum Gotha läuft und hoffentlich möglichst bald eröffnet werden kann. 

Die Preisträger und ihre Werke im Überblick:

Alterskategorie „Kinder ab 15 Jahren und Erwachsene“:

Platz 1 und 500 € gehen an: Natalie Graupner aus Loßburg, Deutschland, für ihr digital erstelltes Werk „Vorsichtig…“, auf der ein Eudibamus einem ruhenden Dimetrodon sehr nahekommt.

Die herausragende Atmosphäre und Stimmung dieses originellen Bildes haben die Jury überzeugt.

Platz 2 und 250 € gehen an: Henry Sharpe aus Toronto, Kanada, für sein digitales Werk „Bromacker Basin“, auf dem zwei räuberische Tambacarnifex zwei Eudibamus durch zusammengespülte Walchia-Stämme verfolgen, während Urinsekten über der Szenerie schweben.

Dieses Bild konnte vor allem durch die sehr überzeugende naturrealistische Darstellung punkten.

Platz 3 und 100 € gehen an: Emiliano Troco aus Cividale del Friuli, Italien, für sein Ölgemälde „Bromacker’s bogs“, wo ein Diadectes in der Monsunzeit seinen Weg zwischen Schachtelhalmen (Annularia) und Koniferen (Walchia) hindurch sucht. Dieses Gemälde besticht durch die besondere Atmosphäre und die herausragende Technik.

Platz 4 und 50 € gehen an: Zeinner José Oliveira de Paula aus Contagem, Brasilien, für seine beiden Dioramen „Downpour“ und „Petrichor“, die er zusammen „Mons et Tempestatis“ genannt hat. „Downpour“ beherbergt mehrere lebensgroße Wirbellose der Bromacker-Lebewelt und „Petrichor“ zahlreiche Arten von Bromacker-Wirbeltieren in Miniaturformat.

Diese beiden Arbeiten bestechen durch ihre außergewöhnliche und liebevolle Detailfülle, für die der Künstler eine besondere Anerkennung verdient hat.

Alterskategorie Kinder bis 14 Jahren:

Ein Sachpreis im Wert von 50 Euro gehen jeweils an:

Everett Mancke aus Joliet, Illinois, USA, für seine Stiftzeichnung „Tambach Formation“, auf der er mehrere Tiere, vor allem das Dimetrodon im Vordergrund, sehr gut und atmosphärisch in Szene gesetzt hat.

Charlotte Richter aus Hörselberg-Hainich, Deutschland, für ihr Modell „Eudibamus cursoris auf Nahrungssuche“. Ihre sehr schöne Arbeit überzeugte auch durch die schon sehr weit gediehene Anwendung von Modellbau-Techniken.